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Die kriminalistische Untersuchung einer Schauspielerin

Wer hat gesagt, dass Hexen auf Besen fliegen?

Gemeinsam mit der Schauspielerin Katja Klemt erforschen wir Geheimnisse, die mit dem Hexendasein zusammenhängen. Eines davon ist… das Transportmittel. Nicht auf einem Besen, nicht mit dem Fahrrad – nur ausnahmsweise mit dem Auto sind wir zu diesem Zweck in die Mecklenburgische Seenplatte in die Burg Penzlin gefahren.

Katja Klemt / photo: Pommersches Landesmuseum

Vor Ort, in der Burg Penzlin. Ein beklemmendes Engegefühl überkommt uns, als wir die steile Treppe hinabsteigen und den Kerker betreten. Die schmalen Ziegelsteine der Treppe weichen einem gestampften Lehmboden. Wir atmen die abgestandene Luft ein. Nur der schmale Strahl des elektrischen Lichtes erinnert uns daran, dass wir uns in einem Museum befinden.

photo: Pommersches Landesmuseum

Im Rahmen der Ausstellung im Hexenmuseum auf der Burg Penzlin werden die Unterschiede der Magiearten erklärt. Ein Vorhängeschloss ist ein Beispiel für einen Gegenstand, der in der Ausübung der profanen Magie Verwendung fand. Diese beruhte – anders als Alchemie oder die okkulte Magie – auf dem Volksglauben.

photo: Pommersches Landesmuseum

In Schwerin wurden bei Ausgrabungen im Bereich des Brunnengrunds Objekte gefunden, die in ihrer Verwendung dem Fundort nicht entsprechen. Dies hat das Interesse von Ethnologen geweckt, denn aus der ethnografischen Forschung in Mecklenburg sind bereits Aufzeichnungen bekannt, die eine mögliche magische Verwendung belegen würden.

„Eine Braut bei der Trauung unfruchtbar zu machen: Man suche etwas von der Menses der Braut zu bekommen, z. B. einen Lappen aus ihrem Hemde mit den Blutigen Flecken. Dann schaffe man sich ein neues Vorhängeschloss an und stecke den Lappen in das Loch, durch welches der Bügel geht. In demselben Augenblick, in welchem die Braut mit dem Bräutigam bei der Trauung – gesegnet wird, drücke man das Schloss zu und werfe es in den Brunnen, aus dem jungen Eheleute ihr Kochwasser holen.“

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Die Hexenprozesse von Salem

Geschichten über die Hexenverfolgungen bleiben weiterhin lebendig und oft bemerkenswert zeitlos.

Die Kunst und Kultur geben uns die Möglichkeit sie genauer zu betrachten und sie regen zum Nachdenken und zu eigenen Nachforschungen an. Und so nimmt sich das Zeitgenössische Theater in Stettin (Teatr Współczesny) dem Thema an. „Hexenjagd“ – ein Klassiker von Arthur Miller kehr im November auf die Theaterbühne zurück. Es ist „ein Vorwand für eine Diskussion über die heutige Welt: eine Welt zwischen Religion und Politik (…) und eine Geschichte darüber, wie ein scheinbar triviales Ereignis eine Spirale von Ereignissen auslöst, in denen alle Griffe erlaubt sind.”

Mehr hier.

www.wspolczesny.szczecin.pl
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Die kriminalistische Untersuchung einer Schauspielerin

Im Lesesaal des Archivs der Universität Greifswald wird von Katja Klemt ein Experte zu dem Fall Sidonia von Borcke vernommen.

Dirk Alvermann ist Leiter dieser Einrichtung und vor 22 Jahren arbeitete er bereits als Archivar im Landesarchiv Greifswald. Er öffnete damals die Akte Sidonia und verfasste eine wissenschaftlich fundierte Darstellung des Lebens der sagenumwobenen „Hexe“. Die Sprache war hierbei eine der Herausforderungen. Denn vor vier Jahrhunderten galten noch keine orthografischen Regeln. Das Entziffern der dort verwendeten Kurrentschrift mit barocken Einflüssen ist mühevoll. Die Aussprache dieser Zeit lässt sich hingegen leider überhaupt nicht rekonstruieren.

Wer auf Dirk Alvermanns Blick auf die „unruhige, wunderseltsame Creatur“ Sidonia von Borcke neugierig ist, findet seit kurzem sein schon vergriffenes Buch online in der Digitalen Bibliothek MV! https://digitale-bibliothek-mv.de/…/image/PPN1734897503/1/-/